Versionierung
Die Versionierung bei OpenKNX folgt den technischen Vorgaben der ETS und unterscheidet sich deshalb von der üblichen dreiteiligen Versionslogik. Die ETS unterstützt nur eine zweistellige Versionsangabe im Format X.X, und jede Version kann nur ein einziges Mal importiert werden. Zudem ist die Anzahl der verfügbaren Versionsstände begrenzt, sodass eine klassische semantische Versionierung in diesem Umfeld nicht sinnvoll umsetzbar ist.
Um dennoch Softwareänderungen sauber abbilden zu können, verwendet OpenKNX eine eigene Versionierung mit drei Stellen. Die ersten beiden Stellen stehen technisch gleichwertig für Anpassungen, die eine Änderung der Produktdatenbank notwendig machen. Die dritte Stelle hingegen wird in der Regel eingesetzt, wenn sich nur die Geräte-Firmware geändert hat, ohne dass dadurch eine neue Produktdatenbank erforderlich wird – also ohne erneuten Import in die ETS.
Dadurch lässt sich aus der Versionsnummer nicht zwingend ablesen, wie umfangreich eine Änderung tatsächlich war. Größere Weiterentwicklungen können allein die dritte Stelle erhöhen, solange die Produktdatenbank unverändert bleibt. Umgekehrt kann bereits ein kleiner Fix in der Produktdatenbank eine Anpassung in einer der ersten beiden Stellen erforderlich machen. Versionslücken sind ebenfalls normal, da interne Testversionen oder lokale Entwicklungsstände oft nicht veröffentlicht werden und die ETS keine Wiederverwendung bereits installierter Versionen erlaubt.
Für Anwender bedeutet das: Die Versionsnummer gibt in erster Linie an, ob eine neue ETS-Konfiguration erforderlich ist oder ob ein reines Firmware-Update ausreicht. Wie groß die tatsächlichen Änderungen sind, geht aus den zugehörigen Release Notes hervor.